Biggi, Pac und Nogger Shoc

Autor: Thommy Datum: 12 September, 2008

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Bild Nico Kaiser ~ CC

Ich kann ein ganz goßes Arsch sein. Manchmal. Beispiel gefällig? Here we go.

Es ist Montag morgen und ich sitze in der S8 und fahre in Richtung Düsseldorf zur Arbeit.

An der Haltestelle Wuppertal Hbf steigen wie immer jede Menge Leute ein. Darunter auch einige die öfters mit mir zur selben Zeit bis Düsseldorf Hbf fahren. Zwei dieser Personen setzen sich zu mir in den Vierer und schaffen es schon vor sieben Uhr sich angeregt über Ihre Arbeit zu unterhalten. Die Beiden scheinen im Betriebsrat Ihrer Firma zu arbeiten und wer schon mal mit Betriebsrätlern zu tun hatte der weiß, dass die den Stein der Weisen gefressen haben. Immer.

So wird sich also angeregt über Betriebsratstätigkeiten und eigentlich vertrauliche Details unterhalten. Das kann ich am frühen Morgen überhaupt nicht ab. Also hole ich meine Kopfhörer raus und höre Musik. Laut, versteht sich, denn ich will den Senf den der alternative Sandalenfutzi der aufgetakelten Schnäpfe erzählt überhaupt nicht hören.

Es dauert keine Minute und der brabbelnde Birkenstocknazi tippt mir mit oberlehrerhaftem Blick auf die Schulter. “Können sie das auch leiser hören.” Wenn ich ein netter Mensch wäre und nur einen funken Respekt vor alternativen Sandalenträgern oder Büroschiqusen hätte würde ich jetzt sagen: “Aber sicher. Habe ich Sie gestört, dass tut mir leid.” Hab ich aber nicht. Anstelle dessen nehme ich den rechten In-Ear-Hörer heraus und frage: “Bitte sehr?”

Birki: “Können Sie diesen Krach leiser machen?”

“Ja kann ich.” Ich schaue Ihn an und mache keine Anstallten die Musik leiser zu drehen. Anstelle dessen stecke ich mir den zweiten Hörer wieder in mein Ohr. Der gute Mann schaut ein wenig bescheuert und fragt sich wohl was an diesem Satz so unverständlich war. er tippt mir wieder auf die Schulter.

Wenn ich eins nicht leiden kann, dann ist das wenn fremde nicht weibliche Wesen mich betatschen. Also stelle ich auch mal eine Frage. Noch bevor er seinen Spruch aufsagen kann fahre ich Ihm beim Kopfhörer rausnehmen über den Mund. “Sagen Sie mal betatschen Sie immer fremde Leute. Mögen Sie sowas? Ich nicht.”

Birki: “Ich will, dass Sie die Musik leiser machen.”

Ich: “Ich will, dass Biggi und Pac wieder leben und ein Abbo auf Nogger Shoc für den Rest meines Lebens.”

der Sandalenhans versteht die Welt nicht mehr und ich stöpsel mich wieder ein. Er will gerade wieder mit seinem Finger an mir rumgrabbeln, als ich Ihm zuvor komme.

Ich: “Hören Sie. Wir fahren jetzt schon eine ganze Weile zusammen Bahn. Jeden Tag schwafeln Sie hier lauthals über irgendwelche Betriebsinterna und ich weis auch, dass Sie Betriebsrat sind und sowas irgendwie schädlich für sie sein könnte. Ich mache einen Deal mit Ihnen. Sie und Ihre Kollegin unterhalten sich leise oder halten den Mund und ich mach die Musik leiser. Im übrigen hilft das Wörtchen ‘Bitte’ im Leben oft weiter. Aber als Betriebsrat fordert man ja irgendwann nur noch. Kein Problem wenn sie das verlernt haben. Ich helfe da gerne.”

Birki: “Machen Sie jetzt ‘bitte’ die Musik leiser?”

Ich:”Ja. So gefällt mir das besser.”

Ich erspare mir weiteren Stress, mache die Musik leiser und verfolge amüsiert wie Birki und Schiquse sich pikieren. Eigentlich bin ich nicht so, aber manchmal, da kann ich nicht anders.

Feierabendbahnfahrspaß

Autor: Thommy Datum: 11 Juni, 2008

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Ich war leicht genervt heute nach Feierabend.

Ich steige in den Zug und habe vergessen den, sonst normalen, Check-for-Freaks-Blick anzuwenden. Klar, dass ich neben zwei total bekloppten Überjugendlichen sitze. Keine Hopper. Mit Hund. Die Gespräche muss ich ja jetzt wieder ertragen wegen den zu 50% behinderten Kopfhörern.

Ich schicke ein Stoßgebet an Gott, Allah, die Macht, Irgendwen und es wird erhört. Die Beiden steigen an der nächsten Haltestelle aus.

Strike 1!

An dieser, steigt eine junge Dame ein die laut lachend mit dem Handy telefoniert. Natürlich platziert sie ihren zugegeben süßen Hintern neben mir. Gleiche Prozedur des Stoßgebets und wir rauschen in ein Funkloch.

Strike 2!

Jetzt, da ich anfange zu glauben, dass ich mit irgendeiner höheren Macht in Verbindung stehe, fahren wir in Wuppertal – Vohwinkel ein.

Zwei bekennende Türkeifans (is ja EM) steigen in den Zug mit dem so türkischen Nationalmusikinstrument, der Bongo. Ich spreche ein Gebet. (altes Vorbild) Hat zwei Mal geklappt warum nicht wieder.

Er haut auf seine Bongo und Rhythmen die noch kein Fußballstadion gehört hat schallen durch den Zug. Ich spreche ein weiteres Gebet. Leider erinnert er mit seinem geklopfe und gehämmer stark an (schon wieder) Sean Paul.

Er trifft den Curveball und spielt Ihn weit ins linke Halbfeld!

Ich beschließe, dass was auch immer ein A*loch ist und der Bongoklopfer auch, stehe auf und gehe zum nächsten Abteil.

Damit hat er seiner Mannschaft heute Abend natürlich keinen Fan beschert.

Ich habe Kopfschmerzen. Sch§$%&§ Möchte-gern-fußball-fans. Mit Bongo

Standzeit

Autor: Thommy Datum: 4 Juni, 2008

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Ich sag jetzt mal so. Es wäre sehr schön wenn die Bahn/Rheinbahn/VRR/Wer auch immer es hinbekommen könnte, dass die Fahrgäste über ausfälle/verspätungen/ etc. in Kenntnis gesetzt werden.

Zwei Tage hintereinander mehr als 20 Minuten Standzeit verkraften meine müden Nerven nicht.

Plums ist schuld

Autor: Thommy Datum: 22 April, 2008

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Werdet auch Ihr sagen wenn ich euch erzählt habe was mir auf dem Weg nach Hause passiert ist.

Ich bin gerade im Begriff mich in die Straßenbahn zu hocken, da seh ich doch meinen Ex-Berufsschulkumpel Plums, der auch Feierabend hat. Klar, dass wir ein Schwätzchen halten müssen um die erlebten Dinge seit Tag X auszutauschen. Er erzählt so, ich erzähl so und in der ganzen Zeit spiele ich mit meinen Kopfhörern herum. Als wir aussteigen, will ich schon einen Nüppel in eins meiner Ohren stecken und ohh schreck.

Klick und es geht weiter…

Der Tag

Autor: Thommy Datum: 16 April, 2008

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Ich wache heute Morgen etwas verschlafen um fünf vor sieben auf und mache mich bereit für den Tag. Es wird kein besonderer, aber immerhin ein anstrengender. Natürlich entschließt sich die Deutsche Bahn, die S8, heute mal nicht zu fahren und ich muss den RE nach Düsseldorf nehmen. Damn. Weiter geht’s …

Der Arbeitstag ist lang und – na ja – hart.

In der Straßenbahn, blicke ich kurz nach oben und mich starren zwei Megabrüste an. Holla … denk ich. Mal das Gesicht dazu ausfindig machen. Ein doch recht männliches Gesicht blickt mich an und ich muss natürlich grinsen. Damn … damit hab ich nicht gerechnet …

Auf dem Nachhauseweg begegnen mir hintereinander zwei Phänomene. Spielende Kinder auf der Straße. Kennt jeder. Aber den Ball hoch halten mitten auf der Fahrbahn ist doch etwas gefährlich. Ich schaue mir den Jungen genauer an und bemerke den offensichtlichen Migrationshintergrund. Aus verschiedenen gleichen Situationen  – im Gedächtnis – entschließe ich mich gegen meinen inneren Schweinehund und halt den Mund. Argh … soziale Resignation. Einem deutschen Kind hätte ich vielleicht was gesagt, aber ich hatte nach Feierabend einfach keinen Bock auf so einen Spruch ala: „Leck mich doch!” Einstellung überdenken …

Keine 20 Meter weiter beginnt ein Anwohnerparkplatz, der wie immer grade von Nichtanwohnern beparkt wird. Schwein! Geht gar nicht, denn 2 Plätze weiter ist ein Nichtanwohnerparkplatz frei. Die Dame nimmt meinen Tipp an, bedankt sich und wechselt den Platz. … Ha ha … Busted!

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