Automatismus

Autor: Thommy Datum: 27 Januar, 2009

5 Kommentare

Loading ... Loading ...
Share/Save

Kategorie: Tagebuch Trackback URL

Tags:

Bild Kellor ~ CC

Ich war eben Geld holen. Gut, dass ist ja nicht besonders. Geld braucht jeder, sonst bleibt der Magen in der Kantine leer. Spannender war mein Verhalten als ich die Filiale des Bankinstituts betrat.

Zu meiner Linken warteten wie immer die Geldautomaten und geradeaus war ein freier Schalter. Ich schaute über den Schalter,  zu den Schreibtischen der Mitarbeiter und alle standen mit dem Rücken zu mir. Ohne weiter darüber nach zu denken rehte ich mich nach links zu den Automaten. Angekommen an selbigem wollte ich gerade meine Karte in den Schlitz stecken, als ich bemerkte wie kaputt das eigentlich ist.

Wieso laufe ich zu einem Automaten, wenn da ein Mitarbeiter der Bank ist der einem ordentlich Hallo sagt und der die Dienstleistung der Bank viel netter beherrrscht, als so ein öder Automat?

Gedacht, getan. Ich drehe mich auf dem Absatz um und gehe gerade wegs zum Schalter. Immer noch stehen viele Rücken in meine Richtung. Ich warte. Ich warte n0ch ein wenig. Der Herr mit der werdenden Glatze scheint sehr angesträngt auf den Bildschirm zu schauen. Die junge Dame unterhält sich sehr angeregt mit dem jungen Mann im glänzenden Anzug. Ich räuspere mich. Beide müssen es gehört haben, scheinen aber gerade kein interesse an mir zu haben. So langsam würde ich dann auch gerne wieder in mein Büro.  (stimmt nur halb, aber man muss ja)

Ich habe kein Lust mehr zu warten und gehe zurück zum Automaten. Stecke meine Karte hinen, drücke auf Auszahlung, tippe den PIN ein, warte kurz und nehme Karte und Geld entgegen. “Vielen Dank für die nette Bedienung”, sage ich laut und für alle Hörbar in Richtung Automat, dann wände ich mich zur Türe.

“Können wir Ihnen helfen?”, fragt der glänzende Anzug.

“Nein, danke. Das konnte ihr mechanischer Kollege besser und schneller.”

Pikiert und vielleicht ein wenig beleidigt schaut er mich an, wendet aber seinen Blick schnell ab und setzt sein Gespräch mit der jungen Dame fort.

Sie sind vielleicht unsicher aber wenigstens machen sie überhaupt ihren Job. Jetzt weiß ich wieder wieso ich automatisch zum Automaten gehen.

100/4 = 25

Autor: Thommy Datum: 19 Januar, 2009

9 Kommentare

Loading ... Loading ...
Share/Save

Kategorie: Tagebuch Trackback URL

Tags:

Bild Lincolnian ~ CC

soll heißen  … Ich habe heute Geburtstag …

vor 25 Jahren um 11:30 kam ich zur Welt und das ist auch gut so.

Ich lass mich besingen wie die ganz Großen und freu mir.

<object width=”425″ height=”344″><param name=”movie” value=”http://www.youtube.com/v/k4SLSlSmW74&hl=de&fs=1″></param><param name=”allowFullScreen” value=”true”></param><param name=”allowscriptaccess” value=”always”></param><embed src=”http://www.youtube.com/v/k4SLSlSmW74&hl=de&fs=1″ type=”application/x-shockwave-flash” allowscriptaccess=”always” allowfullscreen=”true” width=”425″ height=”344″></embed></object>

Danke Frau Monroe!

Herr G

Autor: Thommy Datum: 15 Januar, 2009

4 Kommentare

Loading ... Loading ...
Share/Save

Kategorie: Tagebuch Trackback URL

Tags:

Bild Malik Braun ~ CC

Herr G saß vor dem Eingang zur Hausflur als ich mit einem warmen Pizzakarton um die Ecke kam. Komisch, dachte ich bei mir, ‘Januar ist nicht die bevorzugte Jahreszeit um draußen vor der Türe zu hocken und schon gar nicht wenn alles pitsch, patsch nass ist.

“Sind Sie gestürzt oder ruhen Sie sich nur etwas aus.”

“Beedes, beedes.” nuschelt der bereits ergraute ältere Herr. Ich denke kurz nach und begreife, dass er beides meint. “Ich bin hingefallen und jetzt muss ich mich kurz ausruhen.”

“Kann ich irgendetwas für Sie tun?” Ich beschließe die Antwort nicht ab zu warten und schließe die Türe auf um meinen Pizzakarton im Hausflur abzulegen.

“Ich bin ganz plötzlich umgefallen. Mönsch du! Ich hab aber auch einen gesopen.” Ich half Ihm auf und er wankte bedrohlich. Wie eine Vogelmutter schützend die Flügel über seine Junge hält, so hielt ich meine Hände auf Schulterhöhe von Herrn G um seinen möglichen erneuten Sturz rechtzeitig aufzuhalten. Er roch süßlich. Der Geruch von viel zu viel Aftershave dringt mir in die Nase, aber ich empfinde es nicht unbedingt als unangenehm.

“Ich war einkofen. Ich wohn ja da hinne.” Er zeigte mit dem knochigen Finger auf den nächsten Hauseingang. In der Einkaufstüte eines örtlichen Einkaufmarktes erkannte ich grob Grundnahrungsmittel und ein mit Zeitungspapier eingewickeltes Kästchen, dass von der Form her gut eine Stange Zigaretten gewesen sein könnte.

“Ist denn da wer bei dir? Oder wohnste alleine?”

“Ja, ja … Da is wer.” Er dreht den Kopf und wir beide wussten, dass das eine lüge war.

“Komm ich trag dir die Tasche rüber und bring dich in die Wohnung.”

“Würdeste das machen? Das ist aber nett von dir.” Ich nehme die Tüte in die Linke und meinen rechten Arm werfe ich ihm um die Schulter. So stolperten wir zu seiner Haustüre und als diese überwunden war auch die Treppe zum obersten Stockwerk hinauf. Ich ging versetzt hinter Ihm und sah im Licht der Flurbeleuchtung, dass er am ganzen Rücken, samt Hosenboden nass war.

An seiner Wohnungstür keuchte er vom Marsch bis hierher. Der Schlüssel wollte nicht recht. Als er dann doch passt und sich drehen lässt traten wir in einen kleinen Wohnungsflur. Ein alter Teppich und kahle Wände zeigen mir wie sehr er gelogen hatte. Sein Blick war entschuldigend. Ich schaute Ihn an und nannte Ihm laut und deutlich meinen Namen und das er wenn was ist einfach klingeln soll.

Wieder bei mir angekommen,  nahm ich meine Pizza und ging bis  zum obersten Stockwerk. Der Schlüssel wollte nicht recht. Als er dann doch passt und sich drehen lässt trete ich in meinen kleinen Wohnungsflur. Kalter Laminat und kahle Wände zeigen mir wie ähnlich wir uns beide doch sind. Ich blicke in den Spiegel und sage laut und deutlich meinen Namen und wenn was ist kann ich ruhig immer bei mir klingeln.

Die Pizza war kalt.

Tagestipp

Autor: Thommy Datum: 5 Januar, 2009

3 Kommentare

Loading ... Loading ...
Share/Save

Kategorie: Leben Trackback URL

Tags:

Bild jonas_k ~ CC

Aufmerksamen Menschen wird es nicht entgangen sein. Heute/die Nacht hat es geschneit. Alle Arbeitslosen und Studenten unter euch wissen es spätestens wenn sie diesen Eintrag lesen.

Deshalb kostenlos und ganz umsonst ein Tipp für den Tag.

Esst keinen gelben Schnee!

Disko Alien

Autor: Thommy Datum: 2 Januar, 2009

1 Kommentar

Loading ... Loading ...
Share/Save

Kategorie: Tagebuch Trackback URL

Tags:

Bild hsing nice ~ CC

Gegen 22:15 Uhr betrete ich mit einer Gruppe von 7 Leuten das Thier-Gelände in Dortmund. Bunte Lichter blitzen und viele Unbekannte tummeln sich in Diskos und Bars.

Mendoza, Sixx.pm, ZuHouse.club, Bad Girl Bar, Liquid Lounge und wie die Locations nicht alle heißen, die sich hier im ehemaligen Gebäude der Thier Brauerei angesammelt haben.

Ich blicke mich um und erkenne, dass hier heute Abend wohl jeder rein kommt. Spontan kommt mir in den Sinn, dass ich mir mal einen Bonobo leihen sollte um zu testen ob meine Vermutung den Tatsachen entspricht. Ich wette mit einem Affen an der Hand ist man hier der King. Das dachten sich wohl auch 80% der Äffinenen weiblichen Partygäste.

Wenn man allerdings die Frisur der Damen und Herren Mädchen und Jungen zum Gegenstand der Beurteilung machen würde, wäre der Kakadu wohl das beschriebene Wesen aus dem Tierreich. Aber der Individualität ist es zu verdanken, dass ich einfach froh sein darf nicht so herum laufen zu müssen. Ich weiß …furchtbar intolerant, but who cares.

Im ZuHouse.club fand die Gruppe ein erstes zu Hause und auch wenn die musik für kein Mark fufzig meinem Geschmack entsprach, blieb ich. Beispiel gefällig? Das war noch der humanste Track des Abends.

Na ja. Nix für einen Hopper wie mich, aber in der Not … Ihr wisst ja. Kurz vor 12 sind wir an die frische Luft und haben uns zum neuen Jahr in den Armen gelegen. Ein sehr schöner Moment. Wie jedes Jahr wird mir bewusst, dass man sich viel zu selten richtig feste drückt. Ein tolles Gefühl. Jetzt ist es 2009.

Wir beschließen den Club zu wechseln und landen nach einem kleinen Streifzug durch mehrere Locations in der Bad Girl Bar. Diese ist aufgebaut wie ein kleiner Hörsaal. Die “Sitzreihen” sind aus Platzmangel allerdings zur Tanzfläche umfunktioniert. Dem gegenüber sind die Bar und das DJ Pult aufgestellt.

Kurz nach Ankunft und dem ersten verwertbaren Tune des Abends, erleben wir eine Tabledance einlage mit Feuerspuckerinnen und allem drum und dran.

Pac und Dre dürfen aber auch auf keiner guten Party fehlen. Leider entschloss sich der DJ nach der Tanzeinlage der Bardamen auf weiteren Rap zu verzichten. Schade. Nach einem weiteren Ausflug ins ZuHouse war mir irgendwie nach gehen zu Mute. Die Gruppe hatte sich zerstreut und vielleicht auch bedingt durch meine Nüchternheit fühlt ich mich wieder einmal total fehl am Platze. Clubs sind nciht meine Welt. Szenebars und der ganze Quatsch macht mich einfach nicht an. Ein Disko Alien.

Es war ein schöner Abend. An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank an den Kossel, der diesen Abend geplant und die Gruppe organisiert hat. Das war meine erste Club Sylvesterparty und sie war gut. Nächstes Jahr wieder zu Hause, nicht zuHouse und wenn Ihr mögt bei mir. 31.12.2009 Party bei Thommy. Ihr seid alle eingeladen.

Seite 1 von 11