Tschöö 2008

Es ist fast vorbei … 2008 nimmt langsam aber sicher seinen Hut und verabschiedet sich. Für mich hatte dieses Jahr wieder einmal viele Höhen und Tiefen im Angebot. So lets wrap it up.
Ich bestand im Januar, kurz vor meinem Geburtstag, die Prüfung zum Bürokaufmann und wurde von meinem Ausbildungsbetrieb übernommen. Sechs Monate Praktikum und 2 1/2 Jahre Ausbildung lagen hinter mir und ich habe mich gefreut, das ich weiter in so einem netten Kollegenkreis arbeiten darf.
Danach war definitiv der Umzug in meine erste eigene Wohnung am 16. und 17. Mai ein Highlight des Jahres. Dieser Moment war für mich schon lange ein Wunsch gewesen und endlich konnte ich ihn mir erfüllen, da jetzt die finanzielle Situation stimmt.
In dieser neuen Situation – Job und Wohnung - musste ich mich erst einmal zurecht finden, aber auch das gelang mir relativ schnell und so habe ich mich gut eingelebt. Auch wenn hier und da noch vieles fehlt, fühle ich mich wohl in meiner Wohnung und möchte diese Freiheit der eigenen 4 Wände nicht mehr missen.
Am 8. September 2008 habe ich aufgehört zu rauchen. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich mehr als 11 Jahre geraucht. Eine Schachtel pro Tag. Am Wochenende durften es auch mal zwei sein … je nach Partylaune. Die Entscheidung aufzuhören war für mich einer der besten und im Nachhinein schönsten Momente dieses Jahr. Die so viel verschriehenen Nichtraucherschutz-Gesetze machen das ganze im Übrigen erheblich einfacher. Danke dafür. (Das ich das mal schreibe hätte ich noch vor 12 Monaten nicht gedacht.)
Dieser Blog und damit die Entscheidung mein Leben in Wort und Bild festzuhalten wurde im September ein Jahr alt. Bis heute wurden hier 514 Beiträge erstellt und 535 Kommentar hinterlassen.
Anfang November begann eine leichte Blogmüdigkeit und damit verbunden eine Zeit der Selbstreflektion. Daraus resultierte, dass mein Leben wie es war zwar schön ist, aber es noch schöner sein könnte, wenn ich mich etwas mehr ins Zeug lege. Gesunde Ernährung, Sport und neue Leute treffen waren die Wünsche die sich aus meinen Gedanken schälten.
Auch das ist einer der Gründe weswegen ich, gleich als die 100 Tage nichtrauchen, beendet waren, das Experiment 100 Tage keinen Alkohol gestartet wurde. (Tag 13) Manchmal fällt es mir jetzt wieder schwerer nicht zu rauchen. Wenn auf Partys und in Kneipen geraucht und getrunken wird fühle ich mich schon mal etwas fehl am Platze, da man nach 23 Uhr die Witze der anderen einfach nicht mehr komisch findet. (Wenn ihr wisst was ich meine) Aber ich bin sicher, dass geht vorbei und eine Zigarette würde das auch nicht ändern.
Ich kann es nicht genau datieren, aber im letzten Viertel diesen Jahr ist mir etwas gelungen, dass nicht einfach ist und viel Zeit und Selbstdisziplin in Anspruch genommen hat. Ich habe es geschafft einen Verlust zu verdauen, der mir immer schwer auf dem Herzen lag und in regelmäßigen Abständen wieder schmerzte. Es stimmt wohl was man sagt … die Zeit heilt alle Wunden. Jetzt fühle ich mich bereit und offen wieder lieben zu können. Zwar habe ich es, über das Jahr verteilt, geschafft die Herzdame erfolgreich zu vergraulen, aber ich gebe nicht auf, hoffe und kämpfe für meine Liebe.
Eingangs habe ich von Höhen und Tiefen gesprochen und die Punkte die ich aufgezählt habe waren definitiv nur Höhen. Ich möchte die Tiefen gar nicht aufzählen, denn mit der Zeit werden sie verblassen und das ist gut so. Später möchte ich mich nicht an die Tage erinnern an denen es mir schlecht ging, sondern an die an denen es mir gut ging. Denn schlechte Tage kommen immer wieder. Es gibt keinen Grund sie festzuhalten.
Wenn etwas zu Ende geht sollte man Dankbarkeit zeigen. So möchte ich allen danken, die Ihr mir in diesem Jahr geholfen habt, ein Ohr für mich hattet und mir zur Seite standet in schweren, wie in schönen Momenten. Ein ganz persönlicher Dank geht an meine Eltern, ohne die ich erstens nicht auf der Welt wäre und zweitens nicht so geworden wäre wie ich heute bin.
Ich danke auch allen die mir im Weg standen, mit denen ich Streit hatte und die mir schlecht gesonnen waren oder immer noch sind. Ohne euch gäbe es kein keinen Ausgleich zu all dem guten das mir wiederfahren ist. Ein Yin zu meinem Yang.
Abschließend möchte ich Euch einen guten Rutsch wünschen. Feiert feucht, fröhlich und trinkt ein Glas Sekt für mich mit. Verbrennt euch nicht die Flossen an den Böllern und Raketen die Ihr hoch jagt und kommt gut an im Jahr 2009. Bleibt gesund oder werdet es möglichst wieder schnell. Wir lesen uns nächste Jahr wieder.
Euer Thommy












