Wie Flash Gorden
Frische Luft, schönes Wetter, ein herrlicher Tag um Skateboard zu fahren, dachte ich mir. Als ich mich noch des Rollbretts als Fortbewegungsmittel bediente. Da es richtig schön draußen war und ich grade etwas Kohle auf der hohen Kante liegen hatte beschlossen ich und mein Kumpel Axel, dass heute ein toller Tag wäre um einen neuen Bong zu kaufen. Wir gingen in unseren Lieblings Headshop, indem man uns schon lange kannte und in dem wir behandelt wurden wie das Inventar selbst. Soll heißen, wenn der Inhaber H einmal etwas nicht auf Anhieb fand fragte er einfach uns. Ich beriet, nicht nur einmal, junge Damen bei der Auswahl Ihres nächsten Köpfchens und fühlte mich sau wohl bei dem Gedanken, dass wieder ein zufriedener Kunde meinen Lieblingsheadshop verließ.
An diesem Tag waren wir allerdings nicht als Freiemitarbeiter, sondern als Kunde im Laden. Die Wahl fiel auf eine günstiges und unkaputtbahres Plastikmoped, das in Ihrem hellen Neongelb kaum ins Auge stach. Damals war die Haupteigenschaft die ein Bong mit sich bringen musste, dass sie in einen Rucksack passte. Das erfüllte das Gerät zur vollsten Zufriedenheit und wir machten uns mit Deck und Drow auf zu einer Halfpipe hinter der Schwimmoper.
Durch das Wetter wurden auch andere befreundete Skater magisch von diesem Ort angezogen und wir hatten einen vergnüglichen Tag. Gegen Abend verspürten ich den größer werdenden Drang, einmal den neu erworbenen Sauger auszuprobieren und so pflanzten wir uns auf die Halfpipe. Das Prozedere war uns gut bekannt und so mischten wir was das Zeug hält, füllten den Körper der Neonröhre mit Wasser und machten uns einen Kopf.
Da unsere Clique immer ein Ein-Zug-Tot-Smoker-Clan war, machte ich mir kaum Gedanken, als ich ansetzte und die frische Halsch aussaugte. Einundzwanzig, zweiundzwanzig … total breit. Ein grüner Plastikgeschmack machte sich in meinem Mund breit und ich verlor die Kontrolle über all meine Organe. Vor meinen Augen fuhr ich die Halfpipe rauf und runter. Meine Pupillen machten 50-50 Grinds mit meinem Hirn und mein Kopf versuchte einen Boardslide mit dem Rail. Ich hampelte wild mit den Beinen in der Luft herum und mein Gebären kamen dem eines Epileptikers gleich. Dreiundzwanzig, vierundzwanzig, ich kam zur Besinnung und fand mich nicht oben auf der Halfpipe sondern mitten in Ihr wieder.
Freund Axel schaute verdutzt und konnte sich nicht recht zwischen lachen und entsetzen entscheiden. Ich blieb still liegen, starrte in den Himmel und definierte Wolkengebilde, wie den Eifelturm oder Hunde. Als ich nach zwanzig Minuten meine Beine wieder spüren konnte und zu ersten normalen Regungen fähig war, kletterte ich auf die Pipe und sagte:
Ich: „Boah war das nen Flash”
Axel: „Joa, du hast auch rumgehampelt wie Flash Gorden auf E”
So long.





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